Samstag, 29. Juni 2013

2 x gezwickt, das Hirnzwickerl * Fisimatenten *

b i l d e r b u n t  *  F i s i m a t e n t e n

Wikipedia >> Fisimatenten

Das Wort ist tatsächlich deutlich vor der französischen Besatzung erstmals belegt. Es entstammt wahrscheinlich der lateinischen Amtssprache des ausgehenden Mittelalters:


FisimatentenPlur. Flausen, Umständlichkeiten, Ausflüchte.Visae patentes (literae)ordnungsgemäß verliehenesPatent, im 16.Jahrhundert alsvisepatentesreichlich belegt, wird durch spöttische Auffassung des Bürokratischen eine überflüssige Schwierigkeit. Unter Einfluss vonvisamentZierrat trittman die Stelle vonp, so schon 1499 it is ein viserunge und ein visimatent. Alle Nachweise bei Spitzer,Teuthonica1, 319 und Schoppe, Mitt.d.schles.Ges.f.Volkskde. 29, 298“




Mit  einem lieben Bekannten führe ich gerne gute und ernsthafte Gespräche über Gott und die Welt, gehen den Dingen nach. Wir tauschen unser Wissen aus, betrachten verschiedene Standpunkte. Das kann man sicher nicht mit jedem, ein wertvolles Geschenk. Es war wunderbar, allerdings bis zu dem Tag, an dem sich alles änderte.

Dieser Naturfreund, wie der Fels eines Berges, unerschütterlich in seiner Haltung als eiserner Freund der Alpenbegehungen, ließ sich für mich neu entdecken, zeigte mir seine scharfen Kanten. Wir sprachen über die besorgniserregende Abholzungen im Regenwald. Diese Geschehen waren allerdings kein Grund zur Besorgnis für ihn. 

"Alles in der Natur regelt sich von selbst. 
Außerdem werden alle Bäume nachgepflanzt.“

Dass das gesamte System von Tier- und Pflanzenwelt dieser großen Lunge auf unserer Erde Einbrüche erfährt, deren Auswirkungen auf uns zurückfallen, daß Bäume Jahrzehnte zum Wachsen brauchen, ließ der Jodeldü nicht zu. Selbst Eingeborene eines Stammes in Indien wissen den Wert der Natur zu schätzen und schützen ihre seltenen alten Bäume.


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Zum ersten Male war ich nun doch sehr erstaunt. Ein Bergfreund ist kein Naturfreund? Wie kann ein Mensch seine geistige Haltung über andere erheben und Leben ignorieren, nur weil es sich außerhalb der Alpen abspielt? 

Die  nächste Diskussion ließ mein Lächeln wie das spiegelglatte Eis vor der Haustür erstarren.  Auf die Bitte, daß er als Hausmeister die Eisbahn doch streuen möge, lautete die belehrende Information:

"Auf der Straße um die Ecke steht von der Gemeinde eine Kiste, holt Euch selber, wenn es sein muss. Aber man trägt die ganzen Steinchen ins Haus! Außerdem ist jeder selber schuld der ausrutscht, weil er die falschen Schuhe anhat“.

Seit Jahren hat ein Türkentauben-Pärchen >> http://bit.ly/133Cuab >> Gesang http://bit.ly/15RTD1D unter dem Hausdach einen Nistplatz. Natürlich ist er bis jetzt über die lange Zeit unentdeckt geblieben. Aber Halt, und Bremse angezogen: Im Mai während der Brutzeiten wurde dieses entfernt. Natürlich kann nicht jeder wissen, daß sie als Kulturfolger von Siedlungsentwicklungen und Änderungen der Stadt-Lebensräume betroffen sind. Das Pärchen flog verwirrt am Abend herum, nach einem neuen Schutz für Unterschlupf suchend.

Wohl mit guten Beziehungen zu Göttin Hera suchte er mit Argusaugen die Hecken ab, Haben die schon Eier? Wo? Ist dort ein Nest?...“  Natürlich kann nicht jeder wissen, das der Vogelbestand in Deutschland sich auf 50 % deszimiert hat. Viel bedeutender doch die Tatsache 

"Sie machen Dreck und können überall einen neuen Platz finden“ 
(Die inzwischen verdreckten Hauswände im Treppenhaus sind normal, schließlich ist man kinderfreundlich.)


Dass jeder Dritte Nachbar in meinem Umkreis eine Katze frei herumlaufen hat, die nur tötet und ihre  Beute nicht einmal frisst, erschreckt mich. Ich kenne niemanden der seine "Haus-“ und Schmusekatze von Mitte Mai bis Mitte Juli in den frühen Morgenstunden im Haus behält. Die Tragödie ist, daß uneinsichtige Menschen es damit abtun, es handle sich nur um schwache und kranke Vögel -  und das ist falsch! 

Wie viele absolut schwer verletzte Vogeleltern habe ich dieses Frühjahr allein im Mai in unserem Garten gehabt, und wie sehr litt ich mit ihnen! 

Ende Januar erschien in der Zeitschrift Nature Communications eine viel beachtete Studie. Sie versuchte zu schätzen, wie viele Vögel und andere Kleintiere weltweit jährlich von Hauskatzen getötet werden. 
Ergebnis: die unvorstellbar große Zahl von 1,4 bis 3,7 Milliarden Vögeln.
In Deutschland gibt es etwa 8,4 Millionen Hauskatzen. Legt man die von den US-Forschern errechneten Zahlenwerte zugrunde, dann liegt man tatsächlich bei etwa 200 Millionen getöteten Vögeln in Deutschland.

  



In  einer anderen Angelegenheit galt es mit meinem guten Gesprächsfreund eine dringliche Situation zu klären, erhielt einen schulmeisterlichen Vortrag ohne Beantwortung der Frage. Das absolute No Go und Ende in Sachen "guter Gespräche“. 

Ausbeutung der Natur, der Ressorcen, unser Desinteresse an ihr und unseren Mitmenschen, unser Verhalten im Umgang mit Energie, Vorschriften für Trinkwasser und Genpflanzen, bestimmte Obst- und Gemüsesorten essen müssen. Was alles noch soll die Natur, der Himmel, der liebe Gott, die Kirchen und Sekten, die Regierungen für uns regeln  wenn wir schweigend zusehen und Verantwortung abgeben?  

Wir ernten was wir säen


  • Die   Generation Y   lässt mich Gegensatz zum "Ich-bin-besser-als-du“ auf bessere Zukunft hoffen,  dass Werte wieder gelebt werden. >> http://bit.ly/3iFf6  Die Firma Audi ist diesbezüglich sehr zukunftweisend


  • Manch Arbeitgeber älteren Jahrgangs tut sich daher mit ihnen schwer, weil sie Fragen stellen und andere Bedürfnisse einfordern >> http://bit.ly/14s1qEy  . Ein immer größer werdendes  und offenkundiges Phänomen


Egal  wie alt wir werden, Alter schützt nicht vor Torheit und Erfahrung. Ich denke, es ist wichtig sich mit Themen der Natur und des Lebens auseinander zu setzen. Wir glauben nicht an Re-Inkarnation, weil man es  uns seit nur ein paar Hundert Jahren anders erklärt. Doch das Gegenteil hat noch niemand bewiesen. "... Erst aufgrund von Beschlüssen christlicher Bischöfe auf dem Zweiten Konzil zu Konstantinopel 553 nach Christus wurde die Lehre von der Reinkarnation als Irrlehre verboten und aus den Religionsschriften verbannt ...“ 
Wollen wir  auf eine verwahrloste Erde zurückkommen müssen zum Aufräumen?  Wir tragen Verantwortung für die Zukunft. 

Ob Egoismus, Altersstarrsinn oder ein Generationsproblem - ich hoffe nie so zu werden!  "Nicht wissen wollen ist Dummheit“, leider eine weise Feststellung. Ich erkenne immer wieder, wie wichtig es ist nicht nur körperlich in Bewegung zu bleiben, sondern auch geistig, offen für das Leben. 

  Machen wir Schluß mit Fisimatenten!




bleibt gut zu Euch - bleibt lebendig und offen

ich wünsche Euch in Euren Anliegen Unterstützung 
und gute Freunde an Eurer Seite.



alle Rechte vorbehalten  © Katharina Hecht